photovoltaikbuero Rüsselsheim hat diesen Beitrag ursprünglich gepostet:

Strompreis-EEG-Umlage 2013- warum steigt der Strompreis?
In diesem Video werden die verschiedenen Maßnahmen aufgezeigt, wodurch die EEG-Umlage in den Jahren 2009 – 2012 durch die schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt erhöht wurde …

Wundervoll komplett und sehr gut erklärt worum es eigentlich geht.
Sehr empfehlenswert!

Das photovoltaikbuero Rüsselsheim hat heute mitgeteilt:
Sieben Tage nach der Veröffentlichung dieses Videos wurde heute unser Twitter Account gehakt und verbreitet seit dem Spam …
Wir bitten alle die mit Spam beglückt wurden um Entschuldigung und versuchen das Problem schnellstens zu lösen.
Da mag sich jetzt jeder selbst seinen Teil dazu denken…

Nils 11:51
Tröstlich, dass das Video sehr gute Zugriffsraten zu verzeichnen hat…
und bestens zu einer mancherorts als unliebsam angesehenen aber sachlich unumgänglichen Diskussion, um die eigentlichen Gründe der ‚Strompreissteigerungen‘ beiträgt!
Es sollte von ALLEN Bürgerinnen und Bürgern sowie im Bereich der ‚Erneuerbaren‘ tätigen Firmen, Organisationen und Personen nachhaltig verbreitet werden!
In diesem Sinne: SONNIGE Zeiten!

… Dazu noch ein zwei Ergänzungen:

Es wurde ein sehr gutes Interview mit Prof. Quaschning veröffentlicht, das beschreibt, dass die Kostendiskussion ist nur vorgeschoben und nur den Zeitpunkt des Ausstiegs aus Kohle und Atom verzögern soll. Dies resultiert auch aus der bisher nur in geringem Umfang vorhandenen Speichertechnik. Ohne diese helfen auch keine effizienten Netze. Solange dies so ist, müssen gerade nachts die alten Kraftwerke weiterlaufen … so der Professor.
Der Herr Quaschning ist eine überaus herausragende Persönlichkeit mit profundem Wissen im Bereich der Transformation unserer heute noch fossil-atomar geprägten Energieversorgung in Richtung einer zukunftsfähigen, mittels Erneuerbarer Energien versorgten. Viel Freude beim Hören …

Podcast Nr 11 im Gespräch über die Energiewende mit Volker Quaschning »

Wer rettet das EEG & die zukunft wirklich?
Energiewende & EEG retten.

Dazu und zur Preisdiskussion auch noch neue Informationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung:
Wollen wir erneuerbare Energien für 5 Cent Aufschlag oder Kernenergie für 50 Cent? Daran sieht man, wie die Medien jede Kampagne mitspielen und Politik machen … Aber bilden Sie sich doch bitte Ihre Meinung selbst.

DIW Berlin: Erneuerbare für 5 Cent oder Kernenergie für 50 … ?: Kommentar von Prof. Dr. Christian von Hirschhausen

Es erscheint grotesk: Da wird seit Monaten ein Medienzauber um die Erhöhung der EEG-Umlage getrieben, welche am 15. Oktober nun offiziell verkündet wurde. Dabei handelt es sich um den Betrag, den private Stromkunden voraussichtlich im Jahr 2013 zusätzlich als Kompensation für die Einspeisung erneuerbarer Energien zahlen müssen (während Großverbraucher von dieser Zahlung ausgenommen sind). Nun wissen wir es, der Betrag liegt bei etwas über fünf Cent, sicherlich nicht unerheblich, aber im Vergleich zu anderen Ausgabepositionen doch eher ein mäßiger Posten.

Dagegen wird wesentlich weniger Aufhebens um die Ankündigung von EU-Energiekommissar Oettinger gemacht, die jedoch einen wesentlich größeren Kostenschub für Strompreise zur Folge haben und mittelfristig das Ende der Kernenergie in Europa zeitigen dürfte: die Versicherungspflicht für Kernkraftwerke. Diese längst überfällige Forderung – bis heute ist kein Kernkraftwerk in Europa oder weltweit adäquat gegen Schäden versichert – dürfte dann auch den wahren Kostenvergleich zwischen Kernkraft und Erneuerbaren aufdecken, geht eine erste Studie doch bei der Versicherung von Kernkraft von 50 Cent pro Kilowattstunde aus, circa das Zehnfache der EEG-Umlage 2013!

Kurioserweise gibt es eine starke Korrelation zwischen der Lautstärke, mit der gewisse Industrie- und Verbandsvertreter gegen das EEG zu Felde ziehen, und den Milliardengewinnen, die über die letzten Jahrzehnte mit der Kernenergie gemacht wurden, weil nicht die Unternehmen sondern Otto Normalverbraucher das Unfallrisiko getragen hat. „Honni soit qui mal y pense…“
Nach den durch die europäische Ebene angeregten Stress-Tests für Kernkraftwerke ist somit die lange unterdrückte Diskussion über die Versicherungspflicht geöffnet wie die Büchse der Pandora. Bald dürften auch genauere Zahlen über die Versicherungsprämien vorliegen, falls dieses Produkt überhaupt von der Versicherungswirtschaft angeboten wird. Ob es bei den derzeit gehandelten 50 Cent bleibt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle; an der erheblichen Differenz zu den Kosten der Erneuerbaren wird sich nichts grundlegend ändern.
Damit dürfte nunmehr in Europa das Ende des Mythos „günstige Kernkraft“ eingeleitet sein, welches über mehrere Jahrzehnte propagiert wurde. Zu lange wurde verdrängt, dass die Kernkraft nur gegen erhebliche Widerstände der
Energiewirtschaft und gegen deren Willen aufgebaut wurde. Dabei fielen neben enormen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Demonstrationsanlagen auch
zusätzliche Kosten zur Befriedung der fossilen Energiewirtschaft an, wie zum Beispiel der Kohlepfennig, natürlich bei den Verbrauchern. Auch in anderen Ländern wie England oder Frankreich war und ist Kernenergie bis heute ein
Zuschussgeschäft, welches nur durch staatliche Unterstützung am Leben erhalten werden konnte. Über fünf verlorene Jahrzehnte, in denen nicht einmal eine technisch und politisch haltbare Lösung zur Endlagerung der radioaktiven
Abfälle gefunden werden konnte.
Nein, das Getöse um das EEG erscheint angesichts anderer Baustellen unverhältnismäßig, kann man bei den erneuerbaren Energieträgern wie Wind und Sonne doch davon ausgehen, dass sie in einiger Zeit sehr günstigen und sauberen Strom liefern werden und sich die Investitionen von heute somit auszahlen, ganz anders als bei der Kernenergie.

Quelle: DIW

…………….

Weitere Informationen, wie Sie die Energiewende persönlich nutzen können:
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