Im vergangenen Jahr wurde laut Bundesnetzagentur rund 350.000 Haushalten in der Grundversorgung der Strom abgestellt. Hauptgrund sind nicht gezahlte Stromrechnungen. Damit wird ein Problem deutlich: Die soziale Ungerechtigkeit bei der Energiewende.

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18.11.2015 –Während Haushaltskunden immer mehr Umlagen, Netzentgelte und Steuern auf ihren Strom zahlen, nehmen die Ausnahmen für die Industrie weiter zu. Zum neuen Jahr steigen wieder die Preise und das obwohl der Strom dank des starken Ausbaus der Erneuerbaren Energien immer günstiger wird. Die Preise für Strom an der Börse sind seit vielen Jahren auf Talfahrt und liegen bereinigt mit gut 6 Cent deutlich unter dem EU-Schnitt von gut 9 Cent je Kilowattstunde (kWh). Der durchschnittliche Haushaltspreis beträgt dagegen hierzulande laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft knapp 28 Cent je kWh, der EU-Durchschnitt liegt bei 20,5 Cent.

Die großen Unterschiede werden deutlich, wenn man sich die Bestandteile des Strompreises anschaut. Seit 2000 haben sich die Steuern, Abgaben und Umlagen für Privathaushalte beinahe verdreifacht. Die staatlichen Steuern und Abgaben machen mittlerweile mehr als die Hälfte des Strompreises aus, Netzentgelte schlagen mit weiteren 23 Prozent zu buche. Nur ein Viertel entfällt auf den Stromanbieter mit Stromerzeugung/Einkauf und Vertrieb.

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Das können viele Haushalte offenbar nicht mehr zahlen, 351.802 Haushaltskunden in der Grundversorgung wurden laut Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt 2014 zeitweise der Strom abgestellt. 2012 waren es noch rund 230.000.

Quelle: energiezukunft: Ungerechte Kostenverteilung: 350.000 ohne Strom