Ebnet die Bundesregierung noch in dieser Legilslaturperiode den Weg für den Aussteig aus der Kohlekraft? Die Opposition will dem Braten noch nicht trauen, die Versorger sind möglicherweise bereits einen Schritt weiter.

Wenige Tage vor Beginn der Welt-Klimakonferenz in Paris deutet sich eine spektakuläre Wende in der deutschen Energiepolitik an: Die Bundesregierung erwägt, noch in der laufenden Legislaturperiode den Ausstieg des Landes aus der klimaschädlichen Kohleverstromung zu organisieren. Ein Abschied von diesem Energieträger sei in einem Zeitraum von 20 bis 25 Jahren ohne Strukturbrüche in den Revieren hinzubekommen, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in Berlin.

Mit 7 schnellen Maßnahmen im Haushalt bis zu 570 € Mehr Geld jährlich.

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) scheint offen für die Überlegungen zu sein. „Für uns ist klar, dass die Energiewende eine strategische Ausrichtung hat“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Damit Deutschland seine Ökostrom-Ausbauziele erreichen kann, müsse der Anteil konventioneller Energieträger und insbesondere der Kohle am Energiemix sinken. Konkrete Planungen gebe es aber noch nicht.

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Der Siegeszug der Erneuerbaren setzt den klassischen Energieriesen stark zu. Die Großhandels-Strompreise purzeln, Kraftwerke verlieren rasant an Wert. Branchenführer Eon versucht die Flucht nach vorn und spaltet zum Jahreswechsel sein konventionelles Erzeugungsgeschäft ab. Der schwedische Staatskonzern Vattenfall wiederum will seine gesamten Braunkohle-Aktivitäten in der Lausitz loswerden, weil sich die Regierung in Stockholm dem Klimaschutz verpflichtet fühlt.

Mit 7 schnellen Maßnahmen im Haushalt bis zu 570 € Mehr Geld jährlich.

Bild: Das Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg) war wohl die längste Zeit am Netz. Foto: dpa

Quelle: Vorstoß vor der Klimakonferenz in Paris: Bundesregierung will Ausstieg aus Kohleverstromung fix machen | Wirtschaft – Kölner Stadt-Anzeiger

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